Gemeinde

Im reizvollen oberen Glantal der Westpfalz gelegen, ist eine Wohngemeinde mit ländlichem Charakter.

Der Ort, mit 450 Einwohnern (plus ca. 120 amerikanische Staatsbürger), wurde erstmals 1332 urkundlich erwähnt. Er bestand im Mittelalter aus den durch den Glan getrennten Orten Rehweiler und Reichardsweiler.

Die Gemeinde liegt in waldreicher Umgebung. Der Waldanteil beträgt 167 ha bei einer Gesamtgröße der Gemarkung von 673 ha. Befestigte Wege mit Ruhebänken laden zu Wanderungen rund um den Ort ein.

Zahlreiche Vereine, die sich im Vereinsring Rehweiler zusammengeschlossen haben, bieten sportliche und kulturelle Betätigungen. Eine in die Landschaft eingebettete Sportanlage und eine neue Schießsportanlage sind vorhanden.

Für Familienfeiern und Veranstaltungen eignet sich bestens das schöne Gemeinschaftshaus mit seinen vielfältig nutzbaren Räumlichkeiten.

Eine neue, in reizvoller Holzkonstruktion neben dem Dorfgemeinschaftshaus errichtete Grillhütte steht bei Außenveranstaltungen zur Verfügung.

Durch die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes mit der Schaffung von P+R Plätzen und der Errichtung einer Brunnenanlage erfuhr der Ortsmittelpunkt eine wesentliche Aufwertung.

In sonniger Südhanglage, mit wunderschönem Blick ins idyllische Glantal, liegt das landschaftlich reizvoll gelegene Neubaugebiet "Wickenfeld".

Seit dem 01.01.2017 gehört Rehweiler der neu gebildeten Verbandsgemeinde Oberes Glantal an.

 

Das auf dem Gebiet von Rehweiler schon sehr früh Menschen lebten, beweist ein Fund aus dem Jahr 1938: Beim Einplanieren eines Grabhügels der frühen La Tene-Zeit (ca. 400 v. Chr.) innerhalb des Arbeitsdienstlagers (heute: Sportplatzgelände) wurden ein enghalsiges Gefäß und 4 stark oxydierte Bronzearmringe gefunden. Rehweiler war auch in römischer Zeit besiedelt, denn im Jahre 1790 wurde oberhalb des Dorfes, im Brandenbösch, ein Stein mit römischer Inschrift gefunden, außerdem mehr als 20 römische Kupfermünzen.

Rehweiler bestand ursprünglich aus zwei selbständigen Dörfern, nämlich aus Rehweiler, links des Glanes gelegen und Reichardsweiler auf dem rechten Glanufer. Von dem ersten Ansiedler, Ricohard aus Reichardsweiler, erhielt wohl das ältere der beiden Dörfer seinen Namen.

Im 13. Jahrhundert gehörte Rehweiler zur Grafschaft Veldenz. Durch die Vermählung des Herzogs Stephan von Zweibrücken 1409 mit Anna, der letzten Erbtochter von Veldenz, kam Rehweiler zum Herzogtum Zweibrücken und zwar zum Oberamt Lichtenberg, Amt Pfeffelbach.

Reichardsweiler gehörte zum Reichsland um Kaiserslautern. Unter Ludwig dem Bayern wurde das Reichsamt Theisberg an die Grafen von Veldenz verpfändet. Durch den Marburger Vertrag wurde 1543 das Herzogtum Veldenz-Lauterecken errichtet und umfasste u. a. die Dörfer rechts des Glanes, also auch Reichardsweiler.

Im Meisenheimer Abschied 1600 wurden die Dörfer Haschbach und Stegen gegen Reichardsweiler eingetauscht, so dass erstere zu Veldenz-Lauterecken kamen und Reichardsweiler dem Oberamt Lichtenberg zugeteilt wurde.

Seit dieser Zeit verschmolzen Rehweiler und Reichardsweiler allmählich zu einem Dorf und der Name Reichardsweiler verschwand langsam aus den Akten, nur in den Kirchenbüchern wird er noch bis 1700 erwähnt.

Ab 1797 gehörte die Pfalz zu Frankreich, Rehweiler gehörte zur Mairie Quirnbach, Kanton Kusel, Arrondissement Birkenfeld, Departement Saar. Rehweiler selbst wurde, nachdem es seit 1798 der Bürgermeisterei Quirnbach angehört hatte, nach der Verwaltungsreform 1970 der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler angegliedert.

 

Ausführliche Information zur Geschichte von rehweiler unter www.regionalgeschichte.net/pfalz/rehweiler